Zen To Done - Gewohnheit 2: Durcharbeiten

Verfasst von Stephan Schielke

Veröffentlicht am 22.01.2012

Nun arbeite ich schon den zweiten Monat nach der Zen To Done Technik. In diesem Monat habe ich mir die zu ändernde Gewohnheit Durcharbeiten vorgenommen. Auch diesmal möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen.

Eine Übersicht aller Erfahrungsberichte befindet sich hier.

In der MindMap ist eine Zusammenfassung des Kapitels

ZEN TO DONE (TEIL 5): Gewohnheit 2: Durcharbeiten von imgriff.com zu sehen.

Dies sind die wichtigsten zu beachtenden Sachen beim Durcharbeiten der Eingangsorte.

Das aller erste Durcharbeiten ist wahrlich am Schlimmsten! Am ersten Tag habe ich erstmals wahrgenommen, was für einen Haufen an Kleinkram ich vor mir hergeschoben habe. Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf Morgen. Noch nie habe ich diesem Sprichwort so zugestimmt wie jetzt. Zen To Done verfoglt eine leicht abgewandelte Philosophie: Was du innerhalb von 2 Minuten erledigen kannst, erledige sofort!

Mittlerweile habe ich nur noch zwei Eingangsorte:

  1. Mein E-Mail-Postfach
  2. Einen Eingangs-/Ausgangs-Korb

Alle Briefe, Notizen, ToDo-Listen etc. landen oben. Wie im Durcharbeite-Prozess beschrieben arbeitet  man sich von oben nach unten durch. Es gibt keine Prioritäten zu diesem Zeitpunkt. Alles ist gleichermaßen wichtig, da es neu ist. Hat man etwas Unwichtiges in die Hände bekommen, wie zum Beispiel Werbeangebote oder eine mittlerweile veraltete Notiz, dann gehen diese Dinge direkt in den Mülleimer. Schnelle und intuitive Entscheidungen sind hier gefragt.

Ganz wichtig ist es alles was vom Stapel genommen wurde nicht wieder zurückzulegen. Wenn etwas nicht genau jetzt bearbeitet werden kann, dann gehört es auf eine ToDo-Liste und die Anhänge dazu sollten für einen späteren Gebrauch geordnet abgeheftet werden (Hierfür nutze ich den unteren Teil des Korbes). Wenn die ganze Zettelflut endlich abgearbeitet wurde bleibt nur noch die ToDo-Liste übrig. Ab hier kann man die ToDo-Liste je nach Priorität der Aufgaben abarbeiten.

Bisher arbeite ich den Korb nur einmal am Tag ab. Mein Korb füllt sich nur Abends nach der Arbeit und wird dann auch direkt abgearbeitet. Ein mehrfaches durcharbeiten macht in meinem Fall keinen Sinn. Mein E-Mail-Postfach hingegen wird mehrmals am Abend geöffnet. Dort finden sich meistens Aufgaben, welche weniger als zwei Minuten in Anspruch nehmen und werden direkt bearbeitet. Längere Aufgaben werden ausgedruckt und kommen in den Eingangskorb.

Wie bereits geschildert ist der erste Tag der Schlimmste. An allen weiteren Tagen sind die Aufgaben überschaubar und schnell durchzuarbeiten. Am wichtigsten finde ich bei dieser Gewohnheit, dass alle Informationen zumindest einmal gesichtet wurden. Viele kleinere Aufgaben abzuarbeiten verringert den Stapel schnell und spornt dazu an weiter zu arbeiten.

Mein Ziel an jedem Abend ist es, den Boden vom Korb sehen zu können!