Debütalbum. Erschienen im Dezember 2012.

Erster Eindruck: Purer Metal, nicht zu viel und nicht zu wenig. Eine stabile Darbietung eines ganzen Genres. Stark beeinflusst, wie auch sonst, von Antrax, Sabbath und Megadeth.

Red Lamb Cover Front

Das Cover ist fantastisch. Just look at it! Auf der Vinyl ist eine Abbildung aus dem Märchen Hänsel und Gretel. Es wird sogar ein Poster des Covers mitgeliefert. Auf der inneren Hülle sind sämtliche Songtexte abgedruckt worden.

CIMG2720 Red Lamb Inner front

Das Album ist der pure Metal. Klassische Besetzung mit Gesang, E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug (Hier und da ein wenig vom Synthesizer).

Alle Texte wurden von Dave Mustaine (Megadeth) und Dan Spitz geschrieben. Sie behandeln hauptsächlich depressive und negativ-Gefühl Themen.

Im ersten Lied The Cage geht es um den Trost. Das zweite Lied Runaway Train behandelt das Thema Verzweiflung, Standby Passenger den Kontrollwahn und Kontrollverlust, One Shell die Melancholie und das In-Sich-Zurückziehen. Der wohl herausragenste Song ist Puzzle Box. Es geht um die Gefühlswelt eines Autisten und das Gesundheitssystem der USA. Wann habt ihr das letzte mal einen Metal-Song über Autismus gehört? Genau ich auch nicht. Zwei schwierige Themen, welche hervorragend interpretiert werden. Der letzte Song auf Seite A ist Watchman und erzählt von einer Soldatenwache im mittleren Osten.

Seite B:
Keep Pushing Me handelt von Druck und dem Obsessive Compulsive Disorder (Zwangsstörungen). Episches Solo btw mit perfektem musikalischem Ausklang durch den Rest. Get Up geht (möglicherweise?) um eine Demutsbeziehung und Märthyrertum. Don’t Threaten To Love Me geht um, wie der Titel bereits vermuten lässt um innere Zerrissenheit und Ungewissheit. Angels Of War beschreibt die Kriegswelt mit ihren Opfern und Helden. Das Lied War Paint ist wohl das “ruhigste” Lied im Album und erzählt von einem jungen Mann der die Realität hinter dem amerikanischen Traum sieht. Das letzte Lied auf dem Album ist Temptation und behandelt die Versuchung und ebenfalls Zerrissenheit.

Die Themen sind anspruchsvoll und kritisch. Die Darbietung dieser ist super gelungen.

Ich bin der Meinung sich die einzelnen Lieder zu kaufen macht bei “Red Lamb” keinen Sinn. Das Album wurde als solches, eine Gesamtkomposition, zusammengestellt. Selbst Feinheiten wie das Ausfaden beim letzten Song auf Seite A ist auffallend, da sonst kein Fade-Out verwendet wurde. Hier hat man sich richtig Gedanken beim Konzept gemacht.

Was mir jetzt gerade erst auffällt: Es gibt wirklich keinen Song auf dem Album der nur ansatzweise schlecht ist. Jeder Song sagt mir zu; Es gibt keinen einzigen Patzer auf dem Album. Von welchem Album kann das schon behaupten?

Fast alle Songs sind äußerst aggressiv vorgetragen. Die Drums (Patrick Johansson) überzeugen bei jedem einzelnen Lied. Verschiedene Tempi überall von Song zu Song, aber auch innerhalb. Die Solos (Dan Spitz) sind fantastisch, nicht aufdringlich oder gezwungen sondern bewusst eingesetzt. Die Stimme von Don Chaffin ist ein wenig rauchig, düster, dunkel und mächtig.

Fazit: Ein absolutes Muss für Metal-Fans (auch aller Subgenres). Red Lamb ist der gemeinsame Nenner. Das Album ist Metal in reinform.

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