Über die politischen TOP-Themen vom 25.01.2013

Verfasst von Stephan Schielke

Veröffentlicht am 25.01.2013

TOP-Thema: Ein Aufschrei geht durch Twitter

Wusste ich doch das die Brüderle-Story zumindest eine gute Seite hatte: Das Thema Sexismus im Alltag ist heute durch die Medien gewandert und hoffentlich in den Köpfen der Menschen gelandet. Unter dem Hashtag #aufschrei gab es Hunderte Beispiele von realem Alltags-Sexismus. Ziemlich heftige Geschichten wurden dort mitgeteilt. Eigentlich hat aber nur ein Anprangern stattgefunden. Was jetzt noch fehlt, ist die Konsequenz. Sexismus lässt sich nicht einfach so verhindern. Es ist die Kultur, welche den Sexismus im Alltag fördert. Für die weitere Reflexion kann ich allen Männern und Frauen folgenden Blogpost empfehlen: #Aufschrei und dann Stille?

Platz 2: Tote und Verletzte bei Protesten in Ägypten

Man mag es kaum glauben, aber es ist bereits 2 Jahre her, als sich ein Teil des ägyptischen Volkes auf dem Tarhir-Platz traf, um gegen ihren Präsidenten zu protestieren. Seitdem hat sich einiges getan. Die Ägypter haben sich eine Verfassung gegeben, welche aber keine wirklich breite Zustimmung findet. Der Unmut macht sich verständlicherweise breit. Nicht nur Unmut, nein auch eine gewaltige Aggression macht sich dort zurzeit breit. Die Parteizentrale der Muslimbrüderschaft wurde niedergebrannt. Die Demonstranten werfen mit Steinen und Tränengas kommt zurück. Ich habe die Protestwelle seitens der Demonstranten friedlicher in Erinnerung. Ich persönlich glaube Mursi und die Muslimbrüderschaft sind einfach die falschen für diese große Aufgabe das Land zu einen. Sie genießen zwar einen großen Rückhalt in der Mehrheit der Gesellschaft aber die anderen gefühlten fast 50% kommen nicht zu Wort. Die neue Staatsbildung verläuft zu einseitig und konservativ meiner Meinung nach. Ist das der Anfang einer 2. ägyptischen Revolution?

Platz 3: Russland verbietet “Schwulenpropaganda”

Russland zeigt sich wieder mal von seiner lupenrein demokratischen Seite und schränkt die Redefreiheit für Homosexuelle ein. Toller Move von Putins-Partei. Homosexuellen wird es untersagt, frei und offen über ihre Sexualität zu sprechen. Wo bleiben die Sanktionen? Wieso handeln wir eigentlich noch mit so einem repressionistischen Staat? Ach ja, Russland hat das Gas und wir nicht. Da nimmt die Bundesregierung es dann nicht mehr so genau mit den Menschenrechten.

Platz 4: Kampfdrohnen für unsere Bundeswehr

Endlich kann ich wieder ruhig schlafen. Was würde Deutschland bloß ohne Aufklärungs- und Killerdrohnen machen? Genau - Geld sparen und sich trotzdem sicher fühlen. Bisher ist es nur eine Drohung sich solche Drohnen anzuschaffen, aber so wie ich die Bundeswehr kenne (siehe Eurofighter-Debatte) werden wir für Hunderte Millionen oder gar Milliarden neue unnütze, unausgereifte, ineffiziente und ineffektive Kriegs-Technologie kaufen. Man kann doch ganz genau beobachten wie sich Soldaten und die Kriegsführung entwickelt mit dem Einsatz solchen Kriegsgeräts. Das Töten wird abstrahiert. Es gleicht nur noch einem Computer-Spiel. Anstatt “unmoralische” “Killerspiele” zu verbieten, sollte man wirklich mal ernsthaft darüber nachdenken, wirklich unethisches Kriegsgerät für Deutschland zu verbieten. Drohnen gelten als saubere Kriegsmaschinen. Dabei hört man ständig von unbeabsichtigten getöteten Zivilisten. Wozu braucht Deutschland Drohnen? Es gibt KEINEN vernünftigen Anwendungszweck, außer unseren NATO-Bündnispartnern zu helfen. Reine Milliardenverschwendung meiner Meinung nach.

Platz 5: Gutachten behauptet Zwangsabgaben an ÖR seien verfassungswidrig

Es ist schon faszinierend, mit welcher Besessenheit die Non-ÖR-Medien sich auf das Thema stürzen. Es lässt sich ja auch gut verkaufen, denn wer ist schon dafür. Was mich stört ist die Behauptung die Zwangsabgabe sei verfassungswidrig nur, weil eine Studie es herausgefunden haben soll. Ob etwas verfassungswidrig ist oder nicht, entscheidet immer noch unser Bundesverfassungsgericht und sonst niemand. Nach der in den Medien angewandten Logik sind auch Steuern verfassungswidrig, da es eine Art Zwangsenteignung ist.

Ich persönlich habe überhaupt nichts gegen eine Zwangsabgabe zur Finanzierung der ÖR. Im Gegenteil ich finde sie sogar fair und richtig. Nur die Höhe der Abgabe und was damit produziert wird, stört mich. Eine Grundversorgung der Bürger und Bürgerinnen beinhaltet keine 500 Millionen Euro für Fußball-Bundesliga-Lizenzen. Um die Lizenzen können sich die Privaten kloppen. So oder so bekommt der Zuschauer seine Spiele zu Gesicht; aber bitte doch nicht vom Steuerzahler finanziert. Braucht das ÖR wirklich Moderatoren die 10 Millionen im Jahr verdienen? Reicht nicht ein einfacher Moderator für Shows? Sollen sich die Privatsender gegenseitig überbieten. Wozu drängen die ÖR-Medien überhaupt in den privaten Fernsehprogrammmarkt ein? Darüber sollte man sich aufregen, doch nicht über die Finanzierung einer Grundversorgung von Information.

Tägliches

Über 15.000 Kinder sind heute verhungert.

Hunger ist und bleibt das größte Problem in unserer Welt.